Brustprothetik

So wie Beine und Arme durch Prothesen ersetzt werden, können auch Brüste künstlich, zumindest optisch ersetzt werden. Brustprothesen werden unter anderem nach der Amputation einer Brust oder beider Brüste einer Frau eingesetzt. Manchmal werden sie auch verwendet, wenn eine Frau ihre Brüste als zu klein empfindet. Dann soll durch ihren Einsatz das Erscheinungsbild korrigiert werden. Anders als Bein- oder Armprothesen haben Brustprothesen lediglich einen kosmetischen Nutzen. 

Brustprothesen werden vorzugsweise aus Silikon hergestellt, weil der Stoff in Weichheit, Gewicht und Schwingungsverhalten der natürlichen weiblichen Brust  ähnelt. Einfachere Modelle, die direkt in eine Tasche im Büstenhalter gesteckt werden können, bestehen häufig aus Schaumstoff. Die Silikonprothesen gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Farben. In der Regel werden die Prothesen als Einzelstücke verkauft. In manchen Fällen können sie auch individuell nach den Maßen der Patientin hergestellt werden. Eine individuelle Anpassung macht besonders nach Teilamputationen Sinn. 

Damit sich die Prothese auch angenehm und weich an den Körper anschmiegt, besteht die Rückseite aus einer besonders hautverträglichen Beschichtung.
Getragen werden sie in einem speziellen BH, die häufig auch von dem gleichen Hersteller angeboten werden, wie die Prothesen selbst. In diesen Büstenhaltern ist eine kleine Tasche eingenäht, in die die Prothese eingesetzt werden kann, damit sie nicht verrutscht. Kleinere Prothesen können alternativ auch ohne BH getragen werden. Dafür werden sie mit einem speziellen Kleber direkt an die Haut geklebt. 


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