Kompressionstherapie

Leidet jemand an einer Venenschwäche in den Beinen oder hatte bereits eine Thrombose, bekommt er häufig von den Ärzten einen Kompressionsstrumpf verschrieben. Sie werden auch zur Vorsorge verschrieben, wenn die Gefahr einer Thrombose besteht, dafür gehören sie zur Standardtherapie. 
Viele kennen Kompressionsstrümpfe als altmodische, hautfarbene Strümpfe, die scheinbar nur alte Menschen tragen würden. Doch das ist heutzutage nicht mehr so. Die Hersteller bieten sie mittlerweile in allen modischen Farben an.  Manch ein Modell gibt es auch mit Strassapplikationen und Mustern. So findet jeder etwas für seinen Geschmack. 
Wie der Name schon verrät, wirken Kompressionsstrümpfe mit einem gewissen Druck auf die Beinvenen. Dadurch wird der Blutfluss in den Venen verstärkt und das Blut effektiver in Richtung Herz gepumpt. Zusätzlich lagert sich über Tag weniger Flüssigkeit in den unteren Beinen und Knöchel ab. So werden Schwellungen verhindert. 

Bevor ein Patient mit einem Kompressionsstrumpf oder einer Strumpfhose versorgt werden kann, nehmen die Mitarbeiterinnen des Sanitätshauses Maße des Beins, um den Patienten mit einem passenden Produkt ausstatten zu können. Das ist wichtig, weil nur eine perfekt sitzende Versorgung den gewünschten Effekt bringt. Mit etwas Glück passen die Maße in ein Konfektionsprodukt. Ist das nicht der Fall, werden die Strümpfe als Maßanfertigung beim Hersteller bestellt. Am besten ist es, die Beine morgens ausmessen zu lassen. Dann sind sie noch nicht geschwollen und es ist am wahrscheinlichsten, dass das Produkt am Ende perfekt wirkt. 

Kompressionsstrümpfe werden in zwei verschiedene Produktklassen unterteilt: Rundstrick- und Flachstrickstrümpfe. Das rundgestrickte Produkt ist etwas dünner als das flachgestrickte. Es wird direkt im Ganzen aus einem Faden gestrickt. Der Flachstrickstrumpf ist dicker und wird als flaches Produkt hergestellt. Damit eine runde Form entsteht, werden die Enden zusammengenäht. Außerdem werden Kompressionsartikel in vier verschiedene Kompressionsklassen unterteilt. Welche für einen Patienten infrage kommt, stellt der Arzt fest, der die Strümpfe verschreibt. 
Hat der Patient die Versorgung bekommen, geht es an das Anziehen der Strümpfe. Dies kann sich als verhältnismäßig schwierig erweisen, weil der Stoff aus dem sie bestehen, um einiges fester und feiner gestrickt ist, als normale Strümpfe und Strumpfhosen. Um das Anziehen zu erleichtern, gibt es besondere Handschuhe mit Noppen, die den Stoff besser fixieren können. Wer die Strümpfe auch mit Handschuhen nicht selbst anziehen kann, hat die Möglichkeit, spezielle Anziehhilfen zu bekommen. Wer Schwierigkeiten beim Anziehen hat, kann sich von den Mitarbeiterinnen des Sanitätshauses beraten lassen. 


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